Hofnachfolge auf vielen Betrieben noch ungeregelt

KeyQUEST Marktforschung erhebt Situation zur Hofnachfolge in der Landwirtschaft

Im Rahmen einer österreichweiten Landwirte-Befragung hat KeyQUEST Marktforschung alle Betriebsführer ab 50 Jahre zur Hofnachfolge befragt. Demnach haben nur knapp die Hälfte (49%) der Befragten die Nachfolge am Betrieb bereits geregelt. Im Falle einer geregelten Hofnachfolge ist es zu 93% ein eigenes Kind, das den Hof übernehmen wird. Bei 4% bleibt der Hof in der Verwandtschaft und nur 2% greifen auf jemanden außerhalb der Familie zurück.

Befragt wurden Betriebsführer ab 50 Jahre

Mit dem Thema Hofnachfolge hat KeyQUEST Marktforschung im Frühjahr 2019 die Betriebsführer landwirtschaftlicher Betriebe ab dem 50. Lebensjahr im Rahmen einer österreichweiten Telefonbefragung konfrontiert. Von den 205 Befragten in dieser Alterskategorie gaben 49% an, dass die Hofnachfolge auf ihrem Betrieb bereits geregelt ist. Bei 47% ist die Hofnachfolge noch nicht geregelt und bei 4% stellt sich die Frage nicht, weil der Betrieb ausläuft.

Österreichs Höfe bleiben meist in der Familie

Dort wo die Hofnachfolge bereits geregelt ist, übernehmen meist die eigenen Kinder bzw. ein Kind den Hof (93%), bei weiteren 4% übernimmt den Hof ein Neffe, eine Nichte oder ein anderer Verwandter. 9 von 10 Bauernhöfen bleiben damit in der Familie, nur jeweils 2% greifen auf eine außerfamiliäre Nachfolge zurück oder haben eine andere Lösung gefunden.

Ungeregelte Hofnachfolge bei knapp der Hälfte der Landwirte 50+

Knapp die Hälfte der Befragten (96 Landwirte) hat die Hofnachfolge noch nicht geregelt – aus den unterschiedlichsten Gründen: 58% konnten oder wollten sich bis dato noch nicht festlegen, 9% haben keine Kinder und 16% haben zwar Kinder, diese zeigen aber kein Interesse den Hof weiterzuführen. Bei den restlichen 17% sind die Kinder noch zu jung oder die Zukunft zu unsicher, als dass man die Hofnachfolge schon hätte regeln können.

Zukunftsaussichten für den Betrieb spielen wichtige Rolle beim Thema Hofnachfolge

„Je positiver die wirtschaftliche Situation und die Zukunftsaussichten für den Betrieb sind, desto eher ist die Hofnachfolge geregelt“, weiß KeyQUEST Geschäftsführer Johannes Mayr. Direktvermarkter und Betriebsführer mit Urlaub am Bauernhof haben ihre Nachfolge nämlich deutlich häufiger geregelt (zu 76% bzw. 72%), als z. B. Schweinebauern (zu 41%).  „Hofübernehmer wollen und brauchen eine Perspektive für den wirtschaftlichen Erfolg ihre Betriebes und damit ihres Auskommens in der Zukunft“, ist Mayr überzeugt.

Grafik 1: Frage: Ist die Hofnachfolge auf Ihrem Betrieb bereits geregelt?

Grafik 2: Österreichs Höfe bleiben in Familienhand

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